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bergisch.smart_mobility: Künstliche Intelligenz als Enabler für die Mobilität von morgen

Künstliche Intelligenz (KI) wird heutzutage in vielen Bereichen eingesetzt und ist zusammen mit den Themen Machine Learning und Data Analytics weltweit auf dem Vormarsch. In den Fachgebieten Verkehrsplanung und Mobilität hat KI viele Einsatzmöglichkeiten: zum Beispiel bei der angepassten Verkehrssteuerung, der Verknüpfung verschiedener Verkehrsträger oder bei der Umsetzung von selbstfahrenden Autos. Aber nicht nur der Verkehr wird durch smart mobility besser, sondern auch insgesamt die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt: Für Unternehmen ist eine Smart City attraktiv als Standort und Bürger:innen genießen die Vorteile einer smarten Stadt.

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Das Bergische Land und die Verkehrswende: drei bergische Städte arbeiten zusammen

bergisch.smart_mobility greift die Thematik auf und entwickelt Lösungen in vier Teilprojekten: - „Smart Vehicle Architecture und On-Demand-Services“ - „Smart Fahren im Quartier“ - „KI-basiertes Traffic Management“ und - „Rethinking Mobility“.

Beteiligt am Vorhaben sind drei bergische Städte: Solingen, Wuppertal und Remscheid, dazu die Bergische Universität Wuppertal, die Neue Effizienz gGmbH, die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, die WSW mobil GmbH sowie das Tech-Unternehmen APTIV Services Deutschland GmbH.

Wenn die Verkehrswende gelingen soll – der Fokus liegt hier auf gesellschaftlicher Akzeptanz und ökologischem Mehrwert - ist die Technologie-Entwicklung ein Mittel zum Zweck. Wichtig sind Prozess- und Strukturveränderungen im öffentlichen Verkehrsraum sowie dazu passende Mobilitätsangebote für die Bürger:innen. Diese Angebote müssen unter realen Bedingungen erprobt werden. In Solingen geschieht dies aktuell in den zwei Themenfeldern LiDAR-Sensorik für das Verkehrsmanagement und automatisiertes Datenmanagement als Stadtservice (Datenmarktplatz).

Wege aus dem Stau: Künstliche Intelligenz (KI) in der Verkehrsplanung

Die Technischen Betriebe Solingen (TBS) erproben seit März 2021 zusammen mit dem Technologieunternehmen LiangDao in Solingen-Ohligs den Einsatz von LiDAR-Sensorik (Light Detection and Ranging = Lichterkennung und Entfernungsmessung): Gepulste Laserstrahlen messen die Entfernung von bewegungslosen und sich bewegenden Objekten sowie Personen, also Kraftfahrzeuge, Fahrräder und Fußgänger:innen. Erfasst werden nur Umrisse und Bewegungsgeschwindigkeit, jedoch keine sensiblen Daten wie Gesichter oder Autokennzeichen. Das Ergebnis wird anschließend in Form einer 3D-Punktwolke visualisiert. Dabei erfasst der LiDAR-Sensor alle Verkehrsteilnehmer:innen im Kreuzungsbereich in allen Richtungen. Die durch die Messung gewonnenen Daten werden mithilfe einer KI-getriebenen Software weiterverarbeitet. Die Stadtverwaltung erhält dadurch wertvolle Informationen und kann eine genaue Verkehrsplanung durchführen. Bei erfolgreicher Testung steht der Stadt Solingen damit eine neue Möglichkeit für das Verkehrsmanagement zur Verfügung, welche sich auch auf weitere Standorte übertragen lässt.

Die Testphase wird von der Bergischen Universität und der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft begleitet.

Solinger Datenmarktplatz

Gemeinsam mit der Bergischen Universität und den Städten Wuppertal und Remscheid arbeitet die Stadt Solingen auch am Aufbau eines Datenmarktplatzes mit. Der Marktplatz ist die Verknüpfungsstelle von unterschiedlichen Datensätzen aus der Region. Er dient zukünftig Nutzer:innen und Kund:innen als Abruf- und Anfragestelle für verschiedene interkommunale Informationen. Auf Solinger Seite wurde jüngst ein FME-Server (Datenverteil- und Übermittlungseinheit) ergänzt, der den Datenmarktplatz mit den Servern der Stadt Solingen verknüpft und so auf Abruf dynamische Daten ausgeben kann. . Mit diesem Projekt stellt die Stadt einen hochaktuellen Daten- und Informationsservice für ihre Bürger:innen und Nutzenden bereit.

Verkehrsschildkataster in 3D

Die Stadtverwaltung Solingen plant für 2021 eine Befahrung der Stadt, um umfängliche und aktuelle Bilder der Stadtinfrastruktur in Form von 3D-Punktwolken zu erhalten. Die dabei gesammelten Daten unterstützen den Aufbau eines Verkehrsschildkatasters. Auch werden umgefallene Verkehrsschilder und andere konkrete Handlungsbedarfe identifiziert. Dies führt zur Schließung von Datenlücken im System.



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Abgeschlossen

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Stadtdienst 62 Vermessung, Kataster

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