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Smarte Biobehälter: nachhaltige Abfallwirtschaft in Solingen

Die Technischen Betriebe Solingen (TBS) stellen derzeit das Pilotprojekt der „Smarten Biobehälter“ auf die Beine. Intelligent bzw. smart werden die Abfallbehälter durch den Einbau eines Sensors, der den Füllstand beobachtet und misst. Ist der Behälter voll, schickt er eine Meldung an die TBS und die nächste Leerung wird automatisch veranlasst. Die TBS testen die Sensoren in einem Testgebiet. Mit Einschränkungen oder Veränderungen müssen die Anwohner:innen dabei aber nicht rechnen. Im ersten Projektschritt stellen die TBS lediglich die Technik auf den Prüfstand: Kommen die Meldungen bei den TBS an? Sind die Sensoren witterungsfest? Müssen bestehende Arbeitsprozesse angepasst werden?

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Bedarfsgerechte Leerung: Sensoren messen den Füllstand

Um der Vision Smart City ein Stück näher zu kommen, ist das Projekt der smarten Biobehälter ins Leben gerufen worden. Wer kennt es nicht? In der einen Woche ist der Behälter völlig überfüllt und in der anderen herrscht gähnende Leere. Hier kommen die Begriffe „bedarfsgerechte Leerung“ und „Füllstandsmessung“ ins Spiel. Das bedeutet, dass die Abfallbehälter nur dann geleert werden, wenn sie auch tatsächlich voll sind. Dies kann mithilfe von eingebauten Sensoren, die den Füllstand regelmäßig überprüfen und messen, festgestellt werden.

Erste Testphase: Solinger Haushalte mit neuer Technologie

In der ersten Testphase werden die smarten Sensoren in ausgewählte Biobehälter von Solinger Haushalten eingebaut. Die Technologie wird so unter echten Bedingungen in einem begrenzten Testgebiet erprobt. Damit finden die TBS heraus, ob die Sensoren einwandfrei funktionieren und die Übertragung der Daten wie gewünscht stattfindet. Die Anwohner:innen aus dem Testgebiet müssen nicht mit Einschränkungen während dieser Zeit rechnen. Sie können ihre Biobehälter wie gewohnt befüllen und erhalten weiterhin ihre 14-tägige Leerung.

Langfristige Planung: Nachhaltigkeit ausbauen

Langfristig soll getestet werden, ob die eingebaute Sensorik einen bewussteren und besseren Umgang mit knappen Ressourcen ermöglicht. So werden die öffentlichen Logistikkosten durch bedarfsgerechte Leerungen gesenkt und der CO2-Ausstoß von Transportmitteln reduziert sich spürbar.

Vorteile für alle Bürger:innen: Nachhaltigkeit macht sich bezahlt

Für die Bürger:innen würde die Leerung nach Bedarf viele Vorteile mit sich bringen. Wenn im eigenen Haushalt kurzfristig mehr Abfall anfällt – zum Beispiel bei Feiern oder Besuchen - muss nicht auf den nächsten Leerungstag gewartet werden. Auch für nachhaltige und konsumbewusste Solinger:innen könnte sich die neue Technik bezahlt machen: Eine Abrechnung pro Leerung würde diejenigen Bürger:innen belohnen, die ihren Abfall bewusst verringern.

Noch sind diese Ziele Zukunftsmusik. Mit dem Pilotprojekt der smarten Biobehälter wird jedoch der Grundstein für eine dynamische und effiziente Abfallsammlung gelegt, die sich den Bedürfnissen der Bürger:innen anpasst.



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Status

In Umsetzung

Laufzeit

Start: Januar 2020

Ende: Dezember 2023

Beteiligte Stellen

Technische Betriebe Solingen (TBS)

Stabstelle solingen.digital

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